Bergamasker Hirtenhunde Klub Schweiz

Herzlich willkommen beim
Bergamasker Hirtenhunde Klub Schweiz!

Es freut uns sehr, dass Sie sich für den Bergamasker interessieren. Hier finden Sie alles Wichtige über diese aussergewöhnliche Rasse.

Der Bergamasker Hirtenhunde Klub Schweiz (BHS) ist Mitglied der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG), welche die Schweiz in der Fédération Cynologique Internationale (FCI) vertritt. Somit ist der Bergamasker Hirtenhunde Klub Schweiz (BHS) ein international anerkannter Rasseklub.

Unser Klub setzt sich für die Förderung der Reinzucht wesensfester und gesunder Hunde ein. Künftige Besitzer eines Bergamasker Hirtenhundes wollen wir – möglichst schon vor dem Erwerb – objektiv und kompetent beraten. Unseren Mitgliedern stehen wir mit kynologischem Rat zur Seite, sind der Ansprechpartner für Züchter, Halter und Freunde von Bergamaskern. Wir geben gerne unsere Informationen und Kenntnisse über diese prächtige Rasse weiter.

Aktuelles

Abra sucht ein neues Zuhause
Name: Abra
Rasse: Bergamasker
Geburtsdatum: 17.09.2021
Grösse:Risthöhe ca.65cm
Farbe: Grau meliert


Beschreibung:
Abra ist eine 4 Jährige Bergamasker Hündin. Sie ist aufgewachsen auf dem Bergbauernhof unter Rossgrat in Trub in der Schweiz. Hier ist sie Familienhund, Wachhund und hilft ab und zu die Tiere von der Weide zu holen.
Sie ist sehr liebevoll im Umgang mit unseren Kindern und mit den Tieren, auch wenn sie manchmal sehr überschwänglich sein kann.
Alle Mitgliederinnen ihres Rudels werden beschützt und mit viel Liebe und Zuneigung beschenkt. Zum Rudel gehören die Familie und regelmässige Besucherinnen, die sie schon lange kennt, sowie die Tiere, die hier leben (Kühe, Ziegen, Hühner, Enten, Katzen).
Da wir sehr abgelegen wohnen, war es schwierig Abra richtig zu sozialisieren und wir konnten uns nicht die Zeit nehmen, die es gebraucht hätte, um sie an andere Hunde und Menschen richtig zu gewöhnen. Daher beschützt sie übertrieben unseren Hof und die Mitglieder ihres Rudels. Alles, was nicht zu uns gehört, muss ferngehalten werden, denkt sie. Sie ist ein halb autonomes Leittier und handelt dementsprechend nach ihrem eigenen Willen. So ist es leider schon ein paar Mal vorgekommen, dass sie Leute geschnappt hat, die uns besucht haben oder die vorbei wandern wollten. Meistens bellt sie lediglich ziemlich aggressiv und kommt zurück, wenn wir sie rufen. Aber es gibt einfach unvorhersehbare Situationen, in denen wir nicht schnell genug zur Stelle sind oder in denen sie selber entscheidet zu handeln.
Wir haben vieles versucht mit ihr. Merken aber, dass wir im Alltag mit dem Hof und den Kindern und der Arbeit ausserhalb des Hofes nicht die nötige Zeit und Aufmerksamkeit für Abra haben. Wir wissen, dass es so nicht weitergehen kann und mussten uns sehr schweren Herzens dafür entscheiden, einen anderen Platz für sie zu suchen. Einen Platz, an dem mit ihr gearbeitet werden kann, wie sie es verdient. Denn sie ist ein sehr intelligenter und lernbegieriger Hund und ist sehr bestrebt, alles richtig zu machen. Wir sind überzeugt, dass sich an einem anderen Ort mit genügend Zeit und Aufmerksamkeit die Probleme, die wir mit ihr haben, auflösen werden.
Sie ist sterilisiert, da sie letztes Jahr eine Gebärmutterentzündung hatte.
Wenn ihr Interesse an Abra habt, meldet euch bitte bei uns.
Mira Gysi & Raphael Gross
Unter Rossgrat 350,
3556 Trub
mail: raphael-gross@gmx.ch
Tel: 0041 34 495 53 36
Handy: 0041 78 858 33 65

Elmar sucht ein neues Zuhause

Text und Fotos von Maik Pistiak 

Ich möchte Ihnen gerne eine wahre und mit Hypothesen abgerundete Geschichte von einem schweizerischen, neunjährigen Bergamasker Rüden erzählen:

Elmar lebte, nachdem er als Welpe seinen Geburtsort verließ, über 8 Jahre in einem Bauwagen. Seine ehemaligen Besitzer sind heute 71 und 83 Jahre alt. Möglicherweise hatten sie sich damals das so schön vorgestellt: Ein Bauwagen, im Grünen, Platz für die Menschen und Platz für einen wunderbaren, knuffigen Hund, der noch einmal Freude und Licht in das alternde Leben bringt. Wie lange das gut ging, das kann ich Ihnen nicht sagen, jedoch am Ende sah es so aus: “ Durch die beengten Wohnverhältnisse hat der Hund nicht viel Platz. Auslauf bekam er durch Spaziergänge morgens und abends. Diese dauerten pro Spaziergang ca 1 Stunde.“ So laut Aussage des Cousins, der Elmar beim Tierarzt abgab, um ihn einschläfern zu lassen.
Als Begründung dafür wurde angegeben, dass der Hund sich innerhalb einer Woche zwei mal gegen seine Besitzer gewandt habe und sie gebissen habe. Das wäre bis dahin nie vorgekommen.

Die Stiftung „TierRettungsDienst-Leben hat Vortritt“ und eine Familie aus dem „Bergamasker Klub Schweiz“ haben sich stark gemacht und die Tötung von Elmar verhindert und eine Weitervermittlung angestrebt.

Nun lebt Elmar bei mir im Brandenburgischen. Er ist ein wunderbarer Kerl, der deutlich festgefahrene Eigenheiten hat. Ich erlebe Elmar so, dass er sehr unsicher ist. In fast jeder sich ändernden Alltagssituation. In unserem Dorf gibt es keine Fußwege, allso kommen sich Fussgänger, Radfahrer und Autofahrer schon recht nahe. Das führt dazu, dass Elmar, wenn er sich bedroht fühlt, den Weg nach vorne sucht. Gegen Autos und Radfahrer springen möchte. Menschen interessiert betrachtet, Hunden überhaupt nichts Positives abgewinnen kann und interessanterweise Pferde als keine Bedrohung ansieht.
Mit einem Hundetrainer sind wir dabei, seine Impulskontrolle zu festigen. Das klappt manchmal schon ganz gut, aber lässt noch viel Spielraum offen. Ich wurde von Elmar bisher zweimal durch leise Grummelknurrgeräusche darauf hingewiesen, dass er zum Einen ein Brustgeschirr nicht mag, und zum Andern fand er überhaupt nicht toll, dass ich ihm sein Pofell kürzen wollte. „Das ist privat!“
Okay. Dagegen kann ich jetzt ihn auch aus der hochgedrehten Situation heraus holen, ohne misstrauisch fixiert zu werden.
Leider findet Elmar keine Lösung im friedlichen Umgang mit allen anderen Bewohnern meines Zuhauses. Nicht zu meinem Bergi, nicht zu den Katzen und nicht zu den Hühnern. Das bedeutet leider, ich kann Elmar auch nicht frei auf den Hof lassen, während Aaren drinnen bleiben muss. Denn selbst dann muss Elmar zum Schutz der anderen Tiere an die Leine. Es sind jetzt erst gute 4Wochen gemeinsames Training vorbei, jedoch beginnt auch der Hundetrainer zu zweifeln, ob das Setting bei mir für den Elmar zu händeln ist.
Ich rufe daher in die Hirtenhundengruppen:
Hier steht ein wirklich wunderbarer Hund! Ein wirklich toller Kumpel, der sehr liebevoll mit mir ( und mit Sicherheit auch mit einem anderen Menschen) umgehen möchte. Elmar ist verspielt und verschmust, verdreht und verwirrt. Möglicherweise sieht er auch nicht mehr ganz so scharf? Aber auch deshalb und generell braucht er klare Ansagen. Er muss sich auf feste Situationen und Rituale einstellen können. Unvorbereitete Situationen bedeuten immer wieder Rückfall in aggressive Schutzverhaltensmuster. Leider kann ich hier all den anderen Tieren nicht das Laufen, Flattern, Springen, oder Rennen verbieten. Aber all das schafft Elmar nicht zu sortieren. Doch im Zimmer, alleine mit mir (oder irgendwem) wird er ein „singender Bär“. Und klar, auch da muss man wissen/ sich bewusst sein: Elmar übernimmt die Führung, sollte sie nicht übernommen werden.
Ein Hirtenhund sucht eine zweite Chance.

Kontakt: Maik Pistiak

Telefon 0049 15561926779

Mail: m.pistiak@gmx.de


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Die deutsche Übersetzung des FCI-Standards Nr.194, CANE DA PASTORE BERGAMASCO Bergamasker Hirtenhund, wurde überarbeitet. Nun steht die bereinigte Version zur Verfügung. Anstelle von „Herdenschutzhund“, steht nun die korrekte Bezeichnung „Hirtenhund“.
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